Schwesterherz

Drama, Deutschland 2006, 98 min

Anne (Heike Makatsch) ist eine erfolgreiche Produzentin einer Plattenfirma. Ihre Beziehung mit Phillip (Marc Hosemann) ist angespannt und schwierig. Die Lage verkompliziert sich, als Anne erfährt, dass sie schwanger ist, und Phillip verschweigt, dass sie unterbrechen will. Weder in ihr Leben als Produzentin, noch in ihre Partnerschaft, noch in ihr sonstiges Privatleben passt ihr diese Nachricht. Denn sie ist im Begriff, mit ihrer kleinen Schwester Marie (Anna Maria Mühe) in den Urlaub zu fliegen. Diesen hat sie Marie zu deren 18. Geburtstag versprochen und muss ihn, wohl oder übel, einlösen. Im Urlaub angekommen, schafft Anne es zunächst nicht, sich von ihrem Tagesgeschäft zu lösen, auch der Konflikt mit Phillip verschärft sich. Lediglich die beiden Schwestern kommen sich etwas näher. Am Abend lernen Anne und Marie in der Hotelbar zwei junge Männer kennen. Und Anne haut mit einem der Männer, Max, volltrunken ins Bett ab. Am nächsten Morgen herrscht Katerstimmung, Anne wird klar, was für einen Fehler sie begangen hat. Und Marie merkt, dass sie sich eigentlich in Max verliebt hat. Doch nicht nur dieser Konflikt treibt die beiden so verschiedenen Schwestern auseinander. Es kommt zu einem offenen Streit zwischen den Schwestern. Erst da begreift Anne langsam, was wirklich zählt…
Das mittlerweile eingespielte Gespann Heike Makatsch und Ed Herzog (»Almost Heaven«) inszeniert einen interessanten familiären Konflikt, der wunderschön fotografiert wurde von Sebastian Edschmid (»Almost Heaven«). An der Seite von Heike Makatsch spielt mit Bravour Anna Maria Mühe, die Tochter von Jenny Gröllmann und Ulrich Mühe, die 2006 die Goldene Kamera als beste Nachwuchsschauspielerin erhielt.
Ein scheinbar einfacher, aber sehr berührender Film über das schwierige Verhältnis zweier Frauen - sehr verschiedener Schwestern, aber auch Vertreterinnen unterschiedlicher Generationen.