Die weiße Massai

Drama, Deutschland 2005, 128 min

Gut, dass es Talkshows gibt. Günter Rohrbach, der Produzent, zappte gerade durchs Programm, als er zufällig bei Herrn Biolek hängenblieb, als gerade die Schweizerin Corinne Hofmann einen fulminanten Abriss ihrer Jahre in Afrika gab, die sie dort als weiße Massai erlebte. Vom Gedanken, diese außergewöhnliche Geschichte in einem Film umzusetzen, bis zum Resultat vergingen noch sechs Jahre. Dafür stand bis dahin der gleichnamige Roman, nach dem das Drehbuch entstand, 52 Wochen auf der Spiegel-Bestseller-Liste.
Carola (Nina Hoss) und ihr Freund Stefan (Janek Rieke) verbringen den Urlaub in Kenia. Auf einer Fähre sieht sie den Samburu-Krieger Lemalian. Hingerissen von seiner Erscheinung verliebt sie sich in ihn. Auf dem Flughafen entscheidet sie sich, den Flieger fliegen zu lassen und Lemalian zu suchen, um mit ihm zu leben. Auf ihrem abenteuerlichen Weg durch die Pampa lernt sie die deutsche Elisabeth (Katja Flint) kennen. Die beiden verstehen sich. Sie findet ihren schönen Krieger und beginnt mit ihm ein gemeinsames Leben unter extremen Bedingungen in mehrfacher Hinsicht. Inzwischen mit einer Tochter, beginnt sie eine einfachen Arbeit, die ihr gefällt und gut gelingt. Aber an erfolgreichen Frauen sind scheinbar eher deutsche Männer interessiert. Nicht so in Afrika. Nach vier Jahren grenzwertiger Erfahrung versucht Carola einen Trick, um dem Leben mit Lemalian zu entkommen…
Gedreht wurde hauptsächlich an Originalschauplätzen in Kenia, nahe dem Ort, wo Corinne vor 15 Jahren gelebt hatte, einer wunderschönen Gegend in Kenia ohne Wasser und Strom, dafür mit üblen Insektenstichen für Nina und die Crew.
Bettina D. Schneider