Human Nature - Die Krone der Schöpfung

Komödie, USA/Frankreich 2001, 96 min

Den französischen Musikvideozauberer Michel Gondry kennen einige vielleicht als Autor von Björks Song »Human Be Aviour«. Jetzt startet der Mann zu seinem Kinodebüt, und als Drehbuchautor hat er sich ausgerechnet Charlie Kaufman gewählt. Jenen Mann, der mit »Beeing John Malkovic« schon fast zur Legende geworden ist. Auf seiner Suche nach Sinn und Unsinn des menschlichen Seins legt der Autor jetzt noch eine Kohle nach. Er hat eine launische Moritat über behaarte Frauen, animalische Instinkte und die Bedeutung korrekter Tischsitten verfasst, bei der er sich irgendwo zwischen Blake Edwards und Luis Buñuel zu Hause fühlt. Patricia Arquette, Tim Robbins und Miranda Otto spielen die Hauptrollen in diesem Ereignis, das seine Lacher und ständigen Überraschungen überraschend treffsicher platziert.
Lila beschäftigt sich ernsthaft mit dem Gedanken an Selbstmord. In dieser Welt hat sie keine Chancen: Ihr Haarwuchs ist allmächtig. Niemand will ihr eine Anstellung geben, und auch ein aufrichtiger Partner scheint nicht in Sicht zu sein. Aber dann begegnet ihr eine kleine verirrte Maus, und sie beschließt, ihrem Leben doch noch einmal eine Wendung zu geben: Sie verlässt die Zivilisation. Die neu gefundene Freiheit wirkt Wunder. Lila schreibt über ihr Leben und verfasst damit einen Bestseller für die ewig zu kurz Gekommenen aus ihrer alten Umgebung. Alles könnte also gut sein, wären da nicht ihre gewaltig wirkenden sexuellen Bedürfnisse, die sie immer wieder in die Welt der anderen Menschen zurücktreibt, womit das Chaos jedesmal aufs neue seinen Lauf nehmen kann.