Asterix und die Wikinger

Zeichentrick, Frankreich/Dänemark 2006, 79 min

Gibt es noch wahre Helden? Oder haben Asterix, sein großer Freund Obelix und deren kontaktfreudige Dorfnachbarn bereits alle nur erdenklichen Gegner plattgeklopft, eingetopft und in die sprichwörtliche Hasenpanier ergreifende Flucht gejagt?
Wenn man den Machern des aktuellsten gallischen Abenteuers Glauben schenken darf, sind die europäischen Ressourcen nahezu aufgebraucht. Zwar tauchen die Kult-Verfilmungen nicht in derselben zeitlichen Reihenfolge wie die Kult-Comics auf unseren Leinwänden auf, doch die Vermutung liegt nahe, dass jenes wilde Völkchen sich zunächst mit den unmittelbaren Nachbarn in Schwung gebracht, sozusagen warmgemacht hatte, ehe es nunmehr gegen die Nordländer zu Felde zieht. Wer noch den Originalband »Asterix und die Normannen« aus dem Jahre 1967 besitzt, wird wissen, was die neuen anderthalb Stunden geschlagen haben: Während im Dorf von Asterix und Obelix gepflegte Langeweile herrscht, grübeln die Wikinger bei jedem neuen Streifzug darüber nach, wie es der Landbevölkerung wohl gelungen sein mag, vor lauter Angst wegzufliegen. Denn wo sie auch hinkommen, die Dörfer sind menschenleer. Auf etlichen Umwegen gelangt die Kunde von den widerborstigen Galliern auch zu Maulaf und dessen normannischen Horden. Da trifft es sich herrlich, dass der ausgemachte Faulpelz und fürchterliche Hasenfuß Grautvornix gerade seine Ferien in Gallien verbringt. Gemeinsam mit dem von Obelix und Asterix gründlich geschulten Majestix-Neffen könnte auch diese Prüfung gemeistert werden. Doch Olaf liegt auf der Lauer und kidnappt mit kurzer Hand den Neffen ohne Furcht und Tadel, um bei Maulaf Eindruck zu schinden. Außerdem schielt er mit dem einen Auge nach Maulafs Tochter Abba, mit dem anderen Auge nach Maulafs Thron, doch er hat die ganze Rechnerei ohne SMS gemacht. So heißt die geliebte Brieftaube von Grautvornix. SMS schlägt Alarm und schon hagelt es Hinkelsteine…