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Bombshell - Das Ende des Schweigens

Drama/Biografie, USA 2019, 110 min

So konservativ, ja mitunter rechtspopulistisch Fox News agiert, so auffällig und kurz sind die Kostüme der oft blonden und nicht unansehnlichen Moderatorinnen des amerikanischen Nachrichtensenders. Ein Erfolgsrezept. Fox News hat Donald Trump großgemacht, Trump wiederum Fox News. Die Masterminds dahinter: Medienmogul Rupert Murdoch und Fernsehproduzent Roger Ailes. Letzterer hatte den Sender 1996 für Murdoch konzipiert und zum erfolgreichsten Nachrichtensender der USA gepusht, doch 2016 haben einige Frauen Ailes zu Fall gebracht. Allen voran Gretchen Carlson. Als der Sender sie abservierte, verklagte sie Ailes wegen sexueller Belästigung. Sie sollte nicht die Einzige bleiben.
Nicole Kidman mimt Gretchen Carlson, für einen Oscar nominiert wurden aber Margot Robbie und Charlize Theron für ihre jeweiligen Rollen. Letztere hat den Film co-produziert und Regisseur Jay Roach ins Boot geholt. Der ist für Filme wie »Meine Braut, ihr Vater und ich« bekannt, widmete sich in den vergangenen Jahren aber auch mehr und mehr ernsteren Themen. In »Bombshell - Das Ende des Schweigens« folgt er nun drei Frauen, die sich gegen sexuelle Übergriffe wehren - angefangen von Gretchen Carlson über Starmoderatorin Megyn Kelly (Theron), die sich sogar mit Trump anlegte, bis zu einer jungen, fiktiven Figur, die Robbie verkörpert. Dabei hastet der Film von Vorfall zu Vorfall, von Frau zu Frau, was es für europäische Zuschauer schwieriger macht. Ein interessanter Einblick in den Medienzirkus ist es aber allemal.
mana